Montag, 21. November 2016

Stellenanzeigen – weitaus mehr als ein Job-Angebot


Auch in Zeiten von Social Media und Active Sourcing sind und bleiben Stellenanzeigen für Unternehmen wichtig. Schließlich geht es bei ihnen nicht nur um die Besetzung der ausgeschriebenen Position – es geht letztendlich um die Arbeitgebermarke, um Employer Branding.

Leider wird dies häufig genug außer Acht gelassen. Zwar wird gern darauf geachtet, dass sich das Unternehmen als „global Player“ oder „innovativer Marktführer“ präsentiert und die wichtigsten Kennzahlen genannt werden – damit jeder weiß, wie wichtig der Absender ist. Nur: Die eigentlichen Fragen der Kandidaten bleiben in der Selbstdarstellung häufig unbeantwortet. Stattdessen tauchen hier die Informationen auf, die jeder auf der Website oder in der Imagebroschüre nachlesen kann.

Auch der eigentliche Hauptteil der Stellenanzeige wird gern vernachlässigt, in dem man einfach 1:1 die Formulierungen der Fachabteilung übernimmt und sie mit den üblichen Soft Skills wie Teamfähigkeit, Lernbereitschaft etc. anreichert. Nicht gesagt wird in der Regel jedoch, warum das Unternehmen auf diese Qualifikationen Wert legt. Weshalb gute Englisch- oder Französischkenntnisse erwartet werden oder warum genau man die PMP/PMI®-Zertifizierung als Projektmanager haben sollte.

Und wie wirken die Stellenanzeigen auf akademischen Berufsstarter? Nach einer Studie der Online-Jobbörse Absolventa und der Fachhochschule Koblenz finden 89 Prozent der Teilnehmer, dass Unternehmen in den Stellenanzeigen kein authentisches Bild von sich vermitteln. Neun von zehn Bewerbern registrieren zudem eine sprachliche Monotonie. Dies stört 85 Prozent von ihnen extrem.

Da die Stellenanzeige oft der erste Kontakt mit einem Unternehmen ist, sollte dies die Alarmglocken schrillen lassen. Denn: Es geht auch besser! Mit etwas Aufwand lassen siech Arbeitgebermarke und deren Werte ebenso mit einer Stellenanzeige transportieren, wie die realistischen Erwartungen an einen Kandidaten und das Angebot, das man ihm im Gegenzug macht.

Der wichtigste Schritt dazu ist der Perspektivenwechsel. Fangen Sie doch einfach bei der nächsten Stellenanzeige an – und beantworten Sie vom Unternehmensporträt bis zum Anforderungsprofil und Ihrem Angebot an den Kandidaten doch einfach mal die Fragen, die Sie als Kandidat hätten.

Weitere interessante Aspekte hält übrigens die Employer Telling Studie „Edition Stellenanzeigen“ parat: http://www.employer-telling.de/



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