Freitag, 3. Februar 2017

Recruiter: Ein neues Berufsbild zeichnet sich ab

Potenzielle Kandidaten stellen Recruitern heute in Netzwerken wie Xing und LinekdIn jede Menge Informationen über ihre Qualifikation zur Verfügung. Häufig genug sind diese Angaben jedoch über mehrere Netzwerke verstreut, was die Arbeit für Personalverantwortliche nicht gerade erleichtert. Ohne diesen Fleiß ist Active Sourcing jedoch nicht möglich. Nur so lassen sich detaillierte Kandidatenprofile zusammenstellen, bei denen die Kompetenz und das Fachwissen beispielsweise aus dem öffentlichen LinkedIn-Profil stammen, Hobbys und Literaturvorlieben steuert Facebook bei und Telefon- und E-Mail-Kontaktdaten werden in den gängigen Online-Personenregistern gefunden.
Für Recruiter sind diese Metadaten hochgradig interessant, ermöglichen sie doch die Bewertung von Kandidaten und eine vereinfachte Kontaktaufnahme, unabhängig von den sich immer stärker abschottenden sozialen Netzwerken.
Mit dieser Entwicklung hat sich auch das Berufsbild des Recruiters geändert. Die Kernaufgabe im Recruiting ist die Suche nach und Gewinnung von neuen Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen für das eigene Unternehmen – daran hat sich nichts geändert. Allerdings werden sich sowohl die Herangehensweise als auch die eingesetzten Instrumente ändern.
Während der Schwerpunkt der Recruiter-Tätigkeit bislang häufig in der Formulierung von Anzeigen, der Ausschreibung von Stellen und in der Bearbeitung von Bewerbungseingängen lag, stehen heute  moderne Handwerkzeuge zur Verfügung, mit dessen Hilfe sich der Recruiting-Erfolg aktiv beeinflussen und maßgeblich verbessern lässt.
Mit Hilfe von Metasuchmaschinen, die die Profile mehrerer Netzwerke durchforsten, lässt sich heute  schnell eine Auswahl an Personen treffen, die für die vakante Position im Unternehmen optimal geeignet sind. Unter Wahrung aller wettbewerbsrechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen gibt es dabei eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit diesen Personen aktiv in Kontakt zu treten:
Sei es durch eine freundliche Einladung in eine fachliche Diskussionsgruppe, über Tipps und Tricks zur eigenen Karriere oder eben auch durch eine direkte Ansprache auf die zu besetzende Position. Damit erreichen Recruiter den Kandidaten dort, wo er sich präsentiert: Im Internet, wo er über fachliche Themen diskutiert und aktiv mit interessanten und zu seiner Karriereplanung passenden Angeboten angesprochen werden möchten. Unternehmen, die diesen Trend für sich nutzen, werden im Kampf um die besten Talente die Nase weiterhin vorne haben.
Was bedeutet dies für das Berufsbild des Recruiters? Er muss noch stärker als bisher zum Netzwerker werden und bereit sein, sich mit Social Media und den damit einhergehenden Chancen zu beschäftigen. Er braucht das juristische Know-how um zu wissen, auf welche Daten er zugreifen darf – und worauf nicht. Und natürlich weiterhin das Gespür dafür, welcher Kandidat am besten zur vakanten Position und ins Team passt.


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