Mittwoch, 14. Juni 2017

Auf dem Sprung: 22 % der Arbeitnehmer in Deutschland wollen sich beruflich verändern

Mangelnde langfristige Karrierechancen, bessere Optionen auf dem Arbeitsmarkt oder auch Unzufriedenheit mit dem aktuellen Job – es gibt zahlreiche Gründe, weshalb Mitarbeiter ihren Arbeitgeber wechseln. Auch in Deutschland, wo laut Mercer „Global Talent Trends Study 2017“ rund 22 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland planen, ihre aktuelle Stelle in den nächsten zwölf Monaten aufzugeben, obwohl sie eigentlich zufrieden sind.

Bleibt die Frage, nach welchen Kriterien der nächste Job ausgesucht wird. Wer nun auf Karrierechancen tippt, irrt. Denn die Studie zeigt auch: Gesundheit ist für 69 Prozent der Angestellten wichtiger als Wohlstand.

Lässt man das Gehalt außer Acht, ist für die weltweit befragten Arbeitnehmer bei der Wahl des Arbeitgebers zudem Urlaub bzw. Freizeit der größte Pluspunkt. Beispielsweise in Form von Sabbaticals oder zusätzlichen Urlaubstagen. Denkbar sind auch weniger Arbeitsstunden für ein geringeres Gehalt. Weniger wichtig sind den Mitarbeitern hingegen Benefits wie Fitnessstudios oder Erholungsräume am Arbeitsplatz. Auch das Thema Individualisierung spielt eine Rolle: Nur ein Drittel (34 Prozent) der Mitarbeiter sagt, dass ihr Unternehmen ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten kennt. Gewünscht wird dies jedoch von 51 Prozent.

Was bedeutet dies für Unternehmen? Zum einen: Wer Neueinstellungen plant, hat gute Chancen auf Kandidaten, die sich zurzeit noch in fester Anstellung befinden. Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige Planung und die gezielte Ansprache, um möglichst vor anderen Unternehmen mit den potenziellen Kandidaten ins Gespräch zu kommen.

Zum anderen sollten aber auch die Rahmenbedingungen für Mitarbeiter im eigenen Unternehmen auf den Prüfstand gestellt werden. Denn wenn es nur kleine Verbesserungen gibt, lohnt sich der Wechsel für die Kandidaten nicht. Gleichzeitig dürften die genannten Kriterien weiter an Bedeutung für Mitarbeiter gewinnen. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung ändert sich unsere Arbeitswelt und unsere Gesellschaft rasant. Dem können sich auch Arbeitgeber nicht entziehen.
Auch dies thematisiert die Studie, die auf Antworten von mehr als 1700 HR-Verantwortlichen, 5400 Angestellten und 400 Managern aus 15 Ländern und 20 Branchen basiert und hier abrufbar ist.

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