Donnerstag, 11. Januar 2018

Recruiting in der Glaskugel

2012 auf der ZUKUNFT Personal: Die Redaktion von Hauptsache Bildung befragt Teilnehmer, wie sich das Recruiting bis 2018 entwickeln wird. Nun in der Zukunft angekommen, nehmen wir die Aussagen einmal genauer unter die Lupe:
Stellenanzeigen in Print-Medien: Die meisten Interviewten waren sich einig, dass Printanzeigen nicht komplett wegfallen, aber an Bedeutung verlieren. Damit lagen sie richtig – allerdings haben die Print-Anzeigen gegenüber digitalen Jobangeboten erheblich an Bedeutung verloren. Stärker als die meisten angenommen haben. Denn die Vermutung, dass man die Älteren noch immer über Printanzeigen erreichen wird – so eine Aussage – stimmt so nicht mehr: Das Internet und Social Media gehören mittlerweile für alle Altersklassen zum guten Ton, während immer mehr Printmedien wirtschaftliche Schwierigkeiten haben. 
Social Media: 2012 – als das Buch „Erfolgreiche Personalsuche im Social Web“ von Heike Steinmetz und mir erschien – galt Social Media noch als Hype, der bald wieder tot sein könne. Trotzdem waren sich die Befragten einig, dass die Sozialen Netzwerke nicht mehr verschwinden werden. Einige sagten sogar voraus, dass 2018 die mobile Bewerbung via Smartphone möglich sein würde. Und das ist ja nun tatsächlich heute möglich.
Bewerberverhalten: Kandidaten schlagen nicht mehr die Zeitung auf – sie nutzen Suchmaschinen, um neue Positionen zu finden. Auch diese Voraussage stimmt – wenngleich ein weiterer Trend dazu kommt: Immer mehr Bewerber lassen sich finden, in dem sie die sozialen Netzwerke nutzen und hier relevante Informationen für potenzielle Arbeitgeber hinterlegen.
Timing: Die Prozesse werden schneller, vom Stellenangebot bis zur Einstellung vergehen nur noch etwa 30 Tage. Auch das stimmt – und ist durchaus der Digitalisierung geschuldet. Denn klassische Bewerbungsunterlagen durchzusehen, intern weiterzuleiten, auf dem Postweg zu antworten etc. nimmt mehr Zeit in Anspruch als die Kommunikation in Social Media oder per Mail.
Bereits 2012 – vier Jahre nachdem Facebook  und drei Jahre, nachdem Linkedin Deutschland erreicht hat –  haben Personalverantwortliche also das Potenzial der Digitalisierung und der Sozialen Netzwerke für das Recruiting erkannt. Seitdem hat sich viel getan, was diese Prozesse noch weiter revolutionieren wird. Wie also sieht das Recruiting 2024 aus? Wollen wir gemeinsam in die Glaskugel schauen? Ich freue mich auf Ihre Ideen!

Die Interviews auf der ZUKUNFT Personal 2012 finden Sie übrigens hier.

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