Montag, 29. Januar 2018

Selbstmarketing im Social Web

Kennen sie die Geschichte von Max Rosett? Der Mathematiker und IT-Experte googelte nach einer Lamda-Funktionsliste für die Programmiersprache Python und machte damit den Internet-Riesen auf sich aufmerksam. Es folgte ein recht eigenwilliger Recrutierungsprozess, der für Rosett mit einem Job im Silicon Valley endete.
Natürlich hat nicht jedes Unternehmen die Möglichkeit, die Google in diesem und anderen Fällen genutzt hat. Denn wer kann schon auf sämtliche Informationen zugreifen, die wir im Web hinterlassen? Trotzdem wäre es naiv davon auszugehen, dass potenzielle Arbeitgeber nicht darauf achten, welche Spuren wir in den Sozialen Medien hinterlassen. Gerade wenn es darum geht, Spezialisten zu finden oder höher dotierte Positionen zu besetzten, schauen Unternehmen – im Rahmen ihrer gesetzlichen Möglichkeiten – gerne genauer hin: Welche Informationen stehen über den potenziellen Kandidaten zur Verfügung? Welche Fragen stellt er in den Foren – und vor allem: Welche Antworten und Hilfestellungen bietet er anderen an?
Für Kandidaten heißt das: Wer gerne den nächsten Karriereschritt wagen würde und sich dafür bei potenziellen Arbeitgebern empfehlen möchte, sollte sich entsprechend präsentieren. Dies kann auf unterschiedliche Art geschehen – durch Beiträge in Foren oder Netzwerken wie Quora Digest, Linkedin oder Xing. Wer sehr spezielles Fachwissen hat, kann dies auch über White Paper teilen und sich damit als Experte positionieren. Aber auch schon das Teilen relevanter Inhalte macht Personalverantwortliche auf potenzielle Kandidaten aufmerksam.
Welche Inhalte bzw. welches Wissen dabei wie geteilt wird, sollte nach den individuellen Karrierewünschen entschieden werden. Wird eine internationale Karriere angestrebt, ist Linkedin ein wichtiger Baustein. Möchte man jedoch im deutschsprachigen Raum bleiben, kann man sich durchaus auch auf Xing konzentrieren.
Die Frage, wo der Schwerpunkt liegen soll, ist auch wichtig, um sich nicht zu verzetteln. Schließlich ist Selbstmarketing kein Job für die Mittagspause – und die eigentlichen Aufgaben verlangen ja auch noch Zeit und Aufmerksamkeit. Zudem soll der künftige Arbeitgeber nicht den Eindruck bekommen, man hätte nichts weiter zu tun, als in den sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Deshalb gilt: Wer nicht gerade Social Media Manager ist, sollte sich auf ein bis zwei für ihn relevante Netzwerke konzentrieren und dort gezielt vorgehen.


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