Dienstag, 15. März 2016

Xing, LinkedIn oder doch Facebook? Die passenden Netzwerke für Recruiting 2.0


Zielführend und mit wenig Aufwand Kandidaten gewinnen – welcher Personalverantwortliche möchte das nicht? Angesichts der 9,2 Millionen Mitgliedern bei Xing und über 400 Millionen LinkedIn-Mitgliedern scheint dies auf den ersten Blick nicht ganz leicht zu sein. Auch wenn sich die Profile in den Netzwerken nach Stichworten durchsuchen lassen.

Worauf kommt es also an? Die Antwort klingt einfach: Wie im realen Leben sollten sie die Kandidaten auch beim Recruiting 2.0 dort suchen, wo sie sich aufhalten. Anders ausgedrückt: Jedes soziale Netzwerk hat seine bestimmte Zielgruppe. Um fündig zu werden müssen Sie also wissen, welches Netzwerk zu dem von Ihnen gesuchten Kandidaten passt.

Beispiel Facebook: Ursprünglich von Studenten für Studenten gedacht, sind hier heute von Schülern bis zu Managern alle Bevölkerungsgruppen vertreten. Das macht das soziale Netzwerk auch für Unternehmen interessant. Über Karrieremöglichkeiten informieren sich aber immer noch hauptsächlich Schüler und zum Teil Studenten bei Facebook – Young Talents und Menschen mit Berufserfahrung zieht es eher zu Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn.

Der große Unterschied zwischen den beiden: Xing deckt den deutschsprachigen DACH-Raum ab, während LinkedIn vor allem im englischsprachigen Raum beliebt ist. Für Sie bedeutet das: Kandidaten, die international erfolgreich sein wollen, finden Sie eher auf LinkedIn. Geht es Ihnen um potenzielle Bewerber, die in Deutschland verankert sind und hier ihr Netzwerk haben, werden Sie eher auf Xing fündig.

Und Google+? Das immer wieder totgesagte soziale Netzwerk lebt und ist bei Experten beliebt. Sie tauschen sich in Communities aus. Der Nachteil: Die Profile der User sind bei weitem nicht so aussagekräftig wie bei Xing und LinkedIn, so dass die Ergebnisse zu wünschen übrig lassen. Das kann, muss aber kein Abbruch sein – doch dazu in einem späteren Blog-Beitrag mehr.

Bleiben die Profile bei den klassischen Stellenbörsen. Auch sie bergen einiges Potenzial. Allerdings finden sich hier nur Kandidaten, die aktiv auf der Suche sind. Alle anderen – nämlich die, die wechselwillig sind, aber selbst keinen Anlass für eine aktive Jobsuche haben – werden hier kein Profil einstellen.

Bei Stepstone, Monster und den anderen online-Stellenbörsen werden Sie also Kandidaten für die Positionen finden, die noch relativ leicht zu besetzen sind. Anders sieht es aus, wenn aufgrund der gewünschten Qualifikationen und Erfahrungen die Zahl der potenziellen Kandidaten eher gering ausfällt – in diesen Fällen sollten Sie eines der Business-Netzwerke für die Recherche nutzen.




Praxistipp:

Erstellen Sie sich eine Checkliste: Was sollte Ihr Wunschkandidat mitbringen? Welche (internationalen) Erfahrungen erwarten Sie? Sind genügend Bewerber zu erwarten oder ist die gezielte Ansprache potenzieller Kandidaten erforderlich?
Anhand dieser Fragen können Sie eine erste Einschätzung vornehmen, in welchem sozialen Netzwerk die Recherche am erfolgreichsten sein dürfte.













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