Donnerstag, 22. September 2016

Active Sourcing – von Kandidaten erwünscht

Die Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist zeitaufwändig. Vor allem im mittleren und oberen Management muss weitaus mehr stimmen als nur die fachliche Qualifikation. Und genau da fängt es für viele potenzielle Bewerber bereits an, schwierig zu werden - schließlich bleiben die meisten Stellenausschreibungen mehr als vage, wenn es um konkrete Anforderungen und Vorstellungen geht.

Kein Wunder also, dass Kandidaten die Ansprache durch Unternehmen bevorzugen. Dies belegt eine Studie von Experteer[1], für die über 2.520 Teilnehmer befragt wurden. 96,4 Prozent von ihnen gaben dabei an, dass sie von Unternehmen direkt auf offene Stellen angesprochen werden möchten – am besten per Mail an ihren privaten Account (47,2 Prozent) oder telefonisch. Dann wünschen sie sich allerdings einen Anruf auf ihr privates Handy (28,9 Prozent). 52,1 Prozent wollen ihre Wechselbereitschaft nicht öffentlich auf ihren Profilen preisgeben. Verständlich – denn häufig genug sieht der Chef oder der Personalverantwortliche des eigenen Unternehmens, was in den Profilen der Mitarbeiter steht.

Doch nicht nur für die potenziellen Kandidaten ist die Suche nach dem nächsten Arbeitgeber aufwändig – auch Unternehmen, die sich aktiv auf die Suche nach dem passenden Mitarbeiter begeben, müssen über entsprechende Ressourcen verfügen. Denn auch wenn Business-Netzwerke wie LinkedIn und Xing die Lebensläufe der potenziellen Kandidaten auf Mausklick hin anzeigen, so muss trotzdem jemand nach den richtigen Stichworten suchen, die Angaben im Profil prüfen und analysieren, über eine Kontaktaufnahme entscheiden und dann den Dialog professionell starten. Ganz ohne Aufwand und Know-how geht es also nicht. Denn nichts schreckt einen Kandidaten eher ab, als die Erkenntnis, dass das Unternehmen im Vorfeld keine Hausaufgaben gemacht hat. Das Lesen des Profils, die Prüfung der Passgenauigkeit und der Fachkenntnisse sind dabei absolute Basics, die von jedem Bewerber erwartet werden.

Vor allem für kleinere Unternehmen, deren Personalabteilung mit ein oder zwei Mitarbeitern besetzt ist, stellt dies vor Herausforderungen. Hier kann es zeit- und budgetschonender sein, einen externen Experten hinzuzuziehen, der bereits mit Active Sourcing Erfahrungen hat. Vor allem in den Bereichen Vertrieb, Consulting und IT können Unternehmen so vakante Positionen so innerhalb kurzer Zeitfenster besetzten.





[1] https://www.experteer.de/about/press_release/active_sourcing_studie_2015

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