Sonntag, 4. September 2016

Per APP zum Job?

Auch beim Recruiting sind Smartphones auf dem Vormarsch: Nach einer Studie der Universität Bamberg nutzen rund 40 Prozent der über 4.800 Befragten ihr Smartphone, um unterwegs nach passenden Jobs zu suchen. Zwei Drittel der Teilnehmer befürworteten zudem, dass ihnen Jobbörsen eine App anbieten, mit denen sie nach offenen Positionen suchen können.

Aber nicht nur die Bewerber haben Mobile Recruiting für sich entdeckt: Mehr als 60 Prozent der befragten Firmen aus den unterschiedlichsten Bereichen gehen davon aus, dass sie mit Mobile Recruiting ihre Reichweite erhöhen und Kandidaten schneller ansprechen können.

Dennoch gibt es auch hier Stolpersteine und Hindernisse – und zwar auf beiden Seiten:

  1. Es gibt keine einheitlichen Standards, so dass Stellenanzeigen ggfs. angepasst und bei jeder Jobbörse neu hochgeladen werden müssen 
  2. Die Kandidaten bekommen ausgewählte Stellenangebote angezeigt. Haben sie ihr Profil nicht vollständig ausgefüllt, fallen sie durch das Raster
  3. Auch die Kandidaten müssen ihre Unterlagen für jede Bewerbung neu hochladen und versenden. Je nach Vorgaben müssen Daten in Masken eingegeben oder Dokumente neu formatiert werden – das ist aufwändig, kostet Zeit und Nerven
  4. Vita und Zeugnisse sind in der Regel auf dem PC gespeichert – dies macht die Bewerbung per Smartphone schwierig
  5. Möchte man als Arbeitssuchender kein Angebot versäumen, braucht man mehrere Apps, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das kostet heißbegehrten Speicherplatz auf dem Smartphone
Hat das Mobile Recruiting also keine Zukunft? So weit würde ich nicht gehen. Gefragt ist allerdings eine Lösung, die für alle Beteiligten attraktiv ist – hinsichtlich Reichweite und Bedienbarkeit. Vor dem Hintergrund, dass Online-Stellenbörsen nichts anderes als im Wettbewerb stehende, wirtschaftlich arbeitende Unternehmen sind, wird es spannend sein, die weitere Entwicklung zu verfolgen.

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