Mittwoch, 14. September 2016

Stellenangebote und Karriereseiten – an der Zielgruppe vorbei?

Fachkräftemangel ist in zahlreichen Branchen Realität. Dies stellt die Personalabteilungen vor große Herausforderungen. Die aktuelle Studie Best Recruiters der österreichischen Kommunikationsagentur GPK zeigt nun, dass zumindest ein Teil der Probleme selbst gemacht ist. Denn sehr häufig schreckt bereits der Bewerbungsprozess als solcher ab – auch bei deutschen Unternehmen, die ebenfalls analysiert wurden.

Beanstandet werden unter anderem zu viele Phrasen in den Stellenanzeigen, die Verpflichtung zur Bewerbung auf dem Postweg, lange Wartezeiten auf Antwort. 51 Prozent der Unternehmen verzichten sogar auf den Hinweis, wie sie sich bewerben können und welche Unterlagen erwartet werden.

Besonderes Augenmerk der Unternehmen liegt auf der Ansprache von Schülern, Azubis und Studenten. Dementsprechend verlinken 68 Prozent der Unternehmen ihre Website mit den Social-Media-Kanälen. Eine Bewerbung mit einem Xing- oder LinkedIn-Profil akzeptieren nur 20 Prozent der Unternehmen. Immerhin 27 Prozent nehmen auch Bewerbungen per Mail an.

Vor dem Hintergrund, dass Smartphones für die junge Generation das Kommunikationsmedium schlechthin ist, bedeutet dies für die Unternehmen noch viel Nachholbedarf. Karriereseiten im responsiven Design, klar formulierte Stellenbeschreibungen und einfache Prozesse sind gefragt, um die Generation Z zu erreichen.



Hinweis zur Studie:

BEST RECRUITERS untersucht jährlich die Recruiting-Qualität der Top-Arbeitgeber in der Schweiz und Liechtenstein, in Deutschland und Österreichs anhand von über 100 wissenschaftlichen Kriterien, die sich den vier Säulen Online-Recruiting-Präsenz, Online-Stellenanzeigen, BewerberInnen-Umgang und BewerberInnen-Feedback zuordnen lassen.


Mehr zur Studie: http://www.bestrecruiters.de/die-studie/die-studie/

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