Montag, 24. Oktober 2016

Schlechte Kritiken bei kununu & Co – das Ende der attraktiven Arbeitgebermarke?

Wer ein Hotelzimmer sucht, ein Auto kaufen möchte oder sich über neue Handymodelle informieren möchte, berücksichtigt dabei auch die Erfahrungen anderer User. Ein Trend, der auch bei Bewerbungen eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Denn was ist aussagekräftiger als Erfahrungen, die Mitarbeiter oder ehemalige Mitarbeiter mit einem Arbeitgeber gemacht haben?

Arbeitgeberbewertungsportale wie kununu bieten Bewerbern, Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern die Chance, ihren Arbeitgeber und die Karrierechancen anonym zu bewerten. Abgefragt werden dabei verschiedenste Kriterien wie die Arbeitsatmosphäre, das Verhalten der Vorgesetzen und Kollegen, Kommunikation und Work-Life-Balance, aber auch Weiterbildung, Gehalt und Karrierechancen.
Nicht immer sind diese Beurteilungen positiv oder neutral. Da die Beurteilung anonym geschieht, werden auch Missstände angeprangert – oder einfach mal Frust rausgelassen. 

Unabhängig davon, ob und wie weit die Kritik begründet ist, kann jedes Unternehmen auch von negativer Kritik profitieren. Nutzen Sie dazu einfach die Möglichkeiten, die Ihnen die Arbeitgeberbewertungsportale bieten:
  1. Präsentieren Sie sich aktiv auf den Arbeitgeberbewertungsportalen. Stellen Sie dazu Unternehmensinformationen und Bilder ein. Machen Sie Angaben zu den Karrierechancen in Ihrem Unternehmen. Nennen Sie Ansprechpartner.
  2. Beobachten Sie die Bewertungen und analysieren Sie die Kritikpunkte: Handelt es sich um persönliche Enttäuschung oder ist die Kritik angemessen? 
  3. Wer auf kununu und anderen Portalen eine Bewertung hinterlässt, rechnet damit, dass Sie mitlesen. Nehmen Sie den Ball auf und reagieren mit einer freundlichen Antwort auf Kritik. Bieten Sie ggfs. einen Dialog an, um die Kritikpunkte aus dem Weg zu räumen und die Situation für den Arbeitnehmer zu verbessern. 
  4. Bleiben Sie freundlich und sachlich. Drohen Sie nicht mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen oder anderen Maßnahmen – es sei denn, es gibt einen tatsächlichen Strafbestand wie bspw. Verleumdung.
  5. Bleiben Sie gelassen, auch wenn die Kritik hanebüchen ist: Die Nutzer des Arbeitgeberportals wissen, dass es gerade beim Job und bei der Bewertung des Arbeitgebers um persönliche Erwartungen und Enttäuschungen geht. Eine schlechte Bewertung wird niemanden von der Bewerbung abhalten.
  6. Nutzen Sie die Bewertungen für Ihr Employer Branding. Gleichen Sie das gewünschte Image Ihres Unternehmens mit der Wahrnehmung durch Mitarbeiter und Bewerber ab. Wo liegen Ansatzpunkte, wo Potenziale?

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