Dienstag, 15. November 2016

Bewerbungen über Jobbörsen noch immer beliebt

Potenzielle Bewerber bevorzugen trotz der neuen Möglichkeiten im Social Web noch immer den Weg der Bewerbung über eine Jobbörse oder die Karriereseite eines Unternehmens. 31 % der Befragten setzen auf die klassische Bewerbung per Post und 32 Prozent würden ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail versenden. Dies hat eine Umfrage des Beratungsunternehmens von Rundstedt ergeben. Ebenfalls sehr interessant: Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) möchte sich bei ihrem potenziellen Chef am liebsten direkt vorstellen, bei Befragten ohne abgeschlossenes Studium sind dies sogar 53 Prozent (mit abgeschlossenem Studium 36 Prozent).

Unbeliebt ist jedoch die Kontaktaufnahme zu Unternehmen über soziale Netzwerke wie LinkedIn. Diesen Weg würden laut Umfrage nur 7 Prozent der Befragten gehen. (Quelle: http://www.rundstedt.de/presse/pressemitteilungen/klassische-bewerbung-toppt-business-netzwerke/)

Ist das nun das Aus der Business-Netzwerke als Talentpool? Keineswegs. Denn auch wenn Kandidaten Business-Netzwerke nicht als Bewerbungs-Tool verstehen, präsentieren sie sich und ihre Fähigkeiten dort sehr gerne. Auch, um von potenziellen Arbeitgebern gefunden und für den nächsten Karriereschritt umworben zu werden. Dass Kandidaten nicht proaktiv Unternehmen ansprechen oder sich im Business-Netzwerk selbst auf eine Position bewerben, bedeutet nur, dass weitere Kommunikationswege gefragt sind.

Für Unternehmen bedeutet dies zweierlei: Zum einen sollten sie sich dort aktiv umschauen, wo sich potenzielle Kandidaten präsentieren – eben bei LinkedIn und Xing. Um den Kandidaten die Bewerbung beim Unternehmen zu erleichtern, sollten sie zum anderen vakante Positionen zusätzlich weiterhin über Stellenbörsen und dem Karrierebereich auf der Website kommunizieren. Auch bei der Frage, wie Bewerbungen das Unternehmen erreichen sollen, ist Flexibilität gefragt: Neben der direkten Online-Bewerbung sollte auch die Bewerbung per Mail und auf dem klassischen Postweg weiterhin möglich sein.

Mit diesem Mix erreichen Sie auch die Kandidaten, die sich bislang mit einer Präsenz in Business-Netzwerken zurückgehalten haben, ohne auf die Vorteile von Xing und LinkedIn zu verzichten.

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