Dienstag, 27. März 2018

Mensch oder Bot? So klappt es mit der Ansprache potenzieller Kandidaten!

In Teil 2 unserer Blogserie beleuchten wir, welche Aufgaben Bots und ChatBots künftig übernehmen können – und wo der Mensch lieber weiterhin die treibende Kraft sein sollte

Bei der Ansprache potenzieller Kandidaten lässt sich vieles automatisieren – unter anderem auch der erste Dialog. Doch Vorsicht! Gerade bei wechselwilligen Kandidaten, die nicht aktiv auf der Suche sind, ist der erste Eindruck entscheidend. Denn Hand auf’s Herz: Wer gibt einen sicheren Job für eine Anfrage auf, die sich auch an x andere Kandidaten richten könnte?
Bereits beim ersten Kontakt kommt es deshalb darauf an, den Kandidaten davon zu überzeugen, dass sich ein Wechsel lohnt. Der Anreiz dazu kann dabei ganz unterschiedlich sein: Neue internationale Erfahrungen beispielsweise. Oder die Chance, bereits bestehende Erfahrungen in einem interessanten Projekt zu nutzen. Ein interessanter, global agierender Arbeitgeber mit internationalen Karrierechancen, oder, oder, oder …
Nun kostet die Erstansprache potenzieller Kandidaten im Zweifel viel Zeit. Es macht also durchaus Sinn, diese Aufgabe zu automatisieren. Hier gilt aber, wie bei jeder Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz: Delegieren will gelernt sein. Denn KI wird – übrigens ebenso wie Menschen – die Aufgabe nur dann gut bewerkstelligen, wenn die Aufgabenstellung klar ist. Für Personalverantwortliche bedeutet dies: Sie müssen sich im Vorfeld überlegen, worauf es ihnen ankommt – und weshalb die ausgeschriebene Position für den potenziellen Kandidaten spannend sein kann. Bei der Vorbereitung der automatisierten Ansprache geht es also darum, die Kandidatenperspektive einzunehmen und gleichzeitig aus Sicht des Unternehmens zu argumentieren.
Was nach der Quadratur des Kreises klingt, ist übrigen das Erfolgsrezept erfolgreicher Personalverantwortlicher: Die Interessen beider Seiten so zu berücksichtigen, dass es zu einer Win-Win-Situation für alle kommt.
Genau diese Argumentation ist auch für den weiteren Verlauf des Rekrutierungsprozesses wichtig. Spätestens wenn erste konkrete und persönliche Fragen kommen, es also „ins Eingemachte“ geht, sollte die KI deshalb außen vor bleiben. Jetzt sind Menschen gefragt, die aufgrund ihres Hintergrundwissens und ihrer Branchenerfahrung Zusammenhänge erkennen und entsprechend argumentieren. In der Regel ist dies spätestens nach dem dritten Kontakt der Fall. Da die Kandidaten, die jetzt noch im Dialog sind, ehrliches Interesse haben, lohnt sich spätestens jetzt auch der Zeiteinsatz des Personalverantwortlichen. Denn selbst wenn es bei dieser Stelle nicht klappt, kann man bei anderer Gelegenheit auf diesem Kontakt aufbauen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen