Mittwoch, 16. Mai 2018

Klare Regeln im Auswahlprozess

Im fünften und letzten Teil unsere Blogserie betrachten wir die Regeln, nach denen der Auswahlprozess stattfinden muss. Denn auch hier spricht der Gesetzgeber mit.

Welcher Bewerber am Ende des Auswahlprozesses die Zusage für den Job bekommt, hängt in erster Linie natürlich davon ab, wer am besten zum Unternehmen und dessen Anforderungen passt. Die Einstellung von neuen Mitarbeitern ist schließlich kein Selbstzweck, sondern dient immer klar definierten Zielen.
Trotzdem sind Unternehmen bei ihrer Entscheidung und im Auswahlprozess selbst nicht ganz frei. Denn auch beim Auswahlprozess spricht der Gesetzgeber mit. Vor allem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) spielt hier eine große Rolle. Vereinfacht gesagt legt es fest, dass jeder Kandidat grundsätzlich die gleiche Chance auf den Job eingeräumt werden muss – unabhängig von seinem Alter, seiner Religion, seinem Geschlecht und seiner Herkunft. Dabei reicht es nicht aus, die Stellenangebote entsprechend zu formulieren – auch im Prozess selbst sollte darauf geachtet werden, dass alle Beteiligten rechtssicher handeln und kommunizieren.
Ebenfalls wichtig ist die Angabe, bis wann die Bewerbung eingegangen sein muss, damit sie berücksichtigt wird. Fehlt diese, kann niemand mit dem Hinweis, er sei zu spät dran, abgelehnt werden. Und natürlich spielt auch die DSGVO eine Rolle im Prozess: Wann welche Daten erfasst und gespeichert werden, wer darauf Zugriff hat und wann sie wieder gelöscht werden, wird ab dem 25. Mai 2018 eine wichtige Frage sein. Denn dann endet die Übergangsfrist zur Einführung der neuen Datenschutzregeln.
Welche Auswirkungen die DSGVO auf Active Sourcing hat, können  Sie in dem Blog-Beitrag von Oliver Baldner nachlesen.


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